Ökologischer Jagdverband e.V.
Ökologischer Jagdverband e.V.

Weidmannsheil – Der Weg zum Jagdschein und ins Revier

Henner Wellershoff, Frau Elisabeth Emmert

Pressemitteilung

des Ökologischen Jagdverbands Deutschland

 

Wissen, 12. September 2019

 

Wald im Klimawandel: Zielführende Jagd ist unerlässlich

 

Überhöhte Wildbestände gefährden seit Jahrzehnten den Waldumbau

 

Alle reden vom Waldumbau, von nachwachsenden Bäumen, die dringend aus Naturverjüngung übernommen oder gepflanzt werden sollen. Immer häufiger wird das Hauptproblem angesprochen, unter dem der Wald seit Jahrzehnten extrem leidet: zu hohe Wildbestände.

Dies muss auch endlich bei den politischen Entscheidungs-trägern ankommen, die oft noch der konservativen, trophäenorientierten Jägerschaft zugewandt sind. Aus jagdlichem Eigeninteresse sind die Wildbestände zu hoch, eine möglichst große Anzahl an Tieren erhöht die Wahrscheinlichkeit der Sichtung – und damit den Spaß am Jagen.

„Ein Leben ohne Wildtiere wäre armselig“

Zum Tod von Ulrich Wotschikowsky  

Von Eckhard Fuhr

 

Ein persönliches Wort zu Beginn:

Ohne Ulrich Wotschikowsky wäre mein Leben anders verlaufen. Ich traf ihn zum ersten Mal vor ziemlich genau 25 Jahren bei den Recherchen zu meinem ersten Artikel über die Rückkehr der Wölfe in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Seitdem war das Gespräch nie abgerissen. Aus einem professionellen Kontakt wurde Freundschaft. Wir haben zusammen gejagt, vor allem aber haben wir über die Jagd, über Wildtiere, über Naturkonzepte in unserer Gesellschaft gesprochen. Mir als Kultur-journalisten öffnete das ganz neue Perspektiven. Ohne „Wotsch“, so nannten ihn seine Freunde, wären Jagd, Wildtiere und insbesondere die Wölfe nie zu den Lebensthemen geworden, die sie längst sind. Wenige Tage vor seinem Tod besuchte ich Ulrich Wotschikowsky noch einmal im Klinikum in Garmisch. Vom Tod gezeichnet war er völlig gelassen und frohen Mutes. Ein Leben ohne Wildtiere, sagte er einmal, wäre armselig. „Wotsch“ hat ein reiches Leben geführt, bis zur letzten Minute.

 

Aktuelle Artikel aus der ÖKOJAGD Ausgabe 2 - 2019

Der Faktor Mensch von Wald und Wild

Das Eiapopeia vom Wald

Von Karoline Schmidt

 

Sie singen das alte Entsagungslied, Das Eiapopeia vom Wald, Womit man einlullt, wenn er greint, Den Forst, den großen Lümmel.

 

Es ist das alte Verhältnis von Jagd und Forst – Förster beklagen sich über Wildschäden, Jäger vertrösten –, das der deutsche  Dichter  Heinrich  Heine   hier in seinem satirisch-ironischen Gedicht „Deutschland. Ein Wintermärchen“ beschreibt. Aber nein. Heine hat 1844 natürlich nicht über die Jägerschaft, sondern die Geistlichkeit geschrieben (und auch den Reim hingekriegt):

 

Das Eiapopeia vom Himmel, Womit man einlullt, wenn es greint, Das Volk, den großen Lümmel.

 

Aber auf die Hinhaltetaktik der Jägerschaft, wenn es um Wildschäden am Wald geht, trifft das auch zu, finde ich. Denn es ist tatsächlich ein altes Lied. Spätestens seit den 1970er Jahren, der Ära Hannes Mayer, schlagen Forstwirte Alarm, beklagen die massiven Einflüsse des Wildes.

Aus ihrer Sicht gibt es – damals wie heute – zu viel Wild. 

Erfahrungen und Forschung zu Beutegreifern

Die Rückkehr des Wolfes Debatte und Herausforderungen aus Sicht der erwerblichen Schafhaltung

Andreas Schenk

 

Im Jahr 2000 begann die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland mit der Ansiedlung eines Rudels in Sachsen. Seitdem hat sich der Wolf im Bundesgebiet ausgebreitet. Die deutsche Bevölkerung steht ihm insgesamt positiv gegenüber, während ihn Teile der Landbevölkerung mit Sorge und Angst betrachten. Besonders betroffen sind Halter von Weidetieren in Wolfsgebieten.

 

Im Konflikt zwischen Stadt und Land ist der Wolf zum Gegenstand einer intensiven gesellschaftlichen Debatte geworden: Natur- und Tierschützer, landwirtschaftliche Tierhalter und betroffene Bürgerinnen und Bürger stehen sich zuweilen unversöhnlich gegenüber. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Situation, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die ökonomischen Belastungen für die Weidehalter.

 

Der Autor entwickelt aus der Sicht der Berufsschäferei Vorschläge, wie in Zukunft mit dem strittigen Thema Wolf umzugehen ist, um einen weitest möglichen Interessensausgleich und eine Befriedung der Lage wieder herzustellen. Es geht um pragmatische Lösungen für das Zusammenleben von Weidetieren und Wolf.

 

Lösungen, die Weidetierhaltung und Artenschutz nicht gegeneinander ausspielen, sondern geltendes Recht ausschöpfen und so den drohenden Zusammenbruch der – auch aus Naturschutzgründen unverzichtbaren– Schäferei in Deutschlandverhindern sollen.

Der Wolf war 2016/2017 in allen Flächenländern präsent. Er ist eine gesamtdeutsche und gesamtgesellschaftliche Herausforderung. (Bildauswahl ÖKOJAGD, Archivfoto © W. Bajohr)

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