Ökologischer Jagdverband e.V.
Ökologischer Jagdverband e.V.

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und ein gesundes, zufriedenes und erfolgreiches neues Jahr.

Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun. – Mahatma Gandhi

Mathias Graf von Schwerin gratuliert Elisabeth Emmert im Rahmen der Delegiertentagung am 6.10.2018 in Bautzen

Laudatio zum Jubiläum von Elisabeth Emmert, Bundesvorsitzende des ÖJV Deutschland

Liebe Lise!

Wir feiern heute ein ungewöhnliches Jubiläum – nämlich 26 Jahre! Grund dafür ist, dass ganz einfach 2017 turnusgemäß keine Delegiertenversammlung als angemessener Rahmen für die Würdigung Deines langjährigen Engagements stattgefunden hat. So ist es nun das 26-jährige Jubiläum! Seit 26 Jahren bist du Vorsitzende des ÖJV und wenn ich auch nur einen Bruchteil dieser Zeit Mitglied im ÖJV gewesen bin, kann ich doch sehr gut ermessen, was Du für den ÖJV getan hast, und Woche für Woche für den ÖJV tust. Wie aber ist es dazu gekommen?

Pressemeldung des Ökologischen Jagdverbands Deutschland

Wissen, 19. Oktober 2018

Effektive, tierschutzgerechte Jagd darf nicht an Revieregoismen scheitern

 

Der Ökologische Jagdverband (ÖJV) fordert eine Duldungspflicht für überjagende Hunde bei angemeldeten Bewegungsjagden

 

Nicht nur in Zeiten drohender Wildseuchen wie der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist die Durchführung von gut geplanten Bewegungsjagden ein dringend gebotenes Mittel, um den landeskulturell und ökologisch notwendigen Abschuss unter Minimierung des Jagdrucks zu realisieren. Bewegungsjagden sind besonders dazu geeignet, in kurzer Zeit einen großen Teil des notwendigen Abschusses zu erfüllen. Das reduziert den durch die Jagd entstehenden Stress für die Wildtiere erheblich und gewährleistet Ruhe für das Wild besonders in Zeiten des winterlichen Nahrungseng-passes.

 

 

181019ÖJVPressemeldungASP.pdf
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Filmkritik Aktuell ...

Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?

Ulrich Wotschikowsky

Unter großem Werbeaufwand läuft derzeit im Kino ein Film über die Jagd. Er geht der Frage nach, wem die Natur gehört. Der Publikumserfolg ist erstaunlich, nicht nur bei Jägern.

Jagd fasziniert viele Menschen.

Aus ästhetischer Sicht ist der Film wirklich gelungen. Er vermittelt Naturverbundenheit im besten Sinne, viele Szenen sind von einer inneren Ruhe, die man im heutigen Leben schmerzlich vermisst.

Die meisten Protagonisten, fast ausnahmslos Jäger, kommen sympathisch und authentisch rüber.

 

Also: Der Film nimmt ein.

 

Was aber ist die Botschaft der Regisseurin Alice Agneskirchner?

 

Den Wildtieren, gemeint sind die jagdbaren, geht es schlecht in Deutschland. Sie werden auf Schritt und Tritt verfolgt. Es werden ihrer immer weniger. Naturferne Bürokraten und eine wildfeindliche Forstverwaltung entscheiden, wie viele jedes Jahr geschossen werden müssen.

Zu viele. Früher, als die Jäger noch das Sagen hatten, war es besser bestellt um die Natur und ihre tierischen Bewohner. Hätte ich keine Ahnung von den jagdlichen Verhältnissen in unserem Land, dann wäre das der Eindruck gewesen, den ich aus dem Kino mitgenommen hätte.

 

Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?

Kommentar zum Film von Alice Agneskirchner

Wolfgang Kornder

 

Um es gleich auf den Punkt zu bringen:

 

Der Film geht einseitig vom Wild und von einer bestimmten Art der Jagd aus und berücksichtigt den Lebensraum wildlebender Tiere nicht oder nicht angemessen.

Dass der Wald seine Gemeinwohlfunktionen wie Wasserspeicherung und –reinigung, Sauerstofferzeugung, Stabilisierung des Klimas grundsätzlich und auch des regionalen Klimas im Speziellen, Erholungsraum für Menschen zu sein, Schutzfunktionen vor Muren oder Lawinen und Produktion des wertvollen und gesellschaftlich begehrten Rohstoffes Holz zu erfüllen hat, wird nicht gesehen.

 

Und es wird schlichtweg negiert, dass der Wald durch den Klimawandel vielfältigen Belastungen und Bedrohungen ausgesetzt ist. In dem Film geht es um anderes, um große Säugetiere, über weite Strecken um das Schalenwild, dem man völlig unkritisch Vorrang vor seinem Lebensraum, dem Wald, einräumt.

 

Dass ein Zuviel an Schalenwild wie Reh, Rotwild oder Gams gewaltige Schäden verursachen kann, wird zwar in Nebensätzen erkannt, aber es werden keine Konsequenzen daraus gezogen. Gerade im Bergwald sind es die im Film genannten Schalenwildarten, die die Verjüngung behindern oder unmöglich machen.

 

Dass der Schutzwald dann mit Steuergeldern unter enormen technischen Aufwand zum Schutz von Siedlungen und der Infrastruktur und zum Schutze der Menschen, die im Bergwald leben oder Erholung suchen, entwickelt werden muss, spielt für die Protagonisten des Filmes keine Rolle.

Aufgabe der Jagd ist es, die Verjüngung und den Aufbau unserer Wälder zu fördern, wie hier im Bergmischwald mit Buche und Tanne. (Foto (c) W. Hockenjos) Aufgabe der Jagd ist es, die Verjüngung und den Aufbau unserer Wälder zu fördern, wie hier im Bergmischwald mit Buche und Tanne. (Foto (c) W. Hockenjos)

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