Ökologischer Jagdverband e.V.
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Aktuelle Artikel aus der ÖKOJAGD Ausgabe 2 - 2019

Der Faktor Mensch von Wald und Wild

Das Eiapopeia vom Wald

Von Karoline Schmidt

 

Sie singen das alte Entsagungslied, Das Eiapopeia vom Wald, Womit man einlullt, wenn er greint, Den Forst, den großen Lümmel.

 

Es ist das alte Verhältnis von Jagd und Forst – Förster beklagen sich über Wildschäden, Jäger vertrösten –, das der deutsche  Dichter  Heinrich  Heine   hier in seinem satirisch-ironischen Gedicht „Deutschland. Ein Wintermärchen“ beschreibt. Aber nein. Heine hat 1844 natürlich nicht über die Jägerschaft, sondern die Geistlichkeit geschrieben (und auch den Reim hingekriegt):

 

Das Eiapopeia vom Himmel, Womit man einlullt, wenn es greint, Das Volk, den großen Lümmel.

 

Aber auf die Hinhaltetaktik der Jägerschaft, wenn es um Wildschäden am Wald geht, trifft das auch zu, finde ich. Denn es ist tatsächlich ein altes Lied. Spätestens seit den 1970er Jahren, der Ära Hannes Mayer, schlagen Forstwirte Alarm, beklagen die massiven Einflüsse des Wildes.

Aus ihrer Sicht gibt es – damals wie heute – zu viel Wild. 

Erfahrungen und Forschung zu Beutegreifern

Die Rückkehr des Wolfes Debatte und Herausforderungen aus Sicht der erwerblichen Schafhaltung

Andreas Schenk

 

Im Jahr 2000 begann die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland mit der Ansiedlung eines Rudels in Sachsen. Seitdem hat sich der Wolf im Bundesgebiet ausgebreitet. Die deutsche Bevölkerung steht ihm insgesamt positiv gegenüber, während ihn Teile der Landbevölkerung mit Sorge und Angst betrachten. Besonders betroffen sind Halter von Weidetieren in Wolfsgebieten.

 

Im Konflikt zwischen Stadt und Land ist der Wolf zum Gegenstand einer intensiven gesellschaftlichen Debatte geworden: Natur- und Tierschützer, landwirtschaftliche Tierhalter und betroffene Bürgerinnen und Bürger stehen sich zuweilen unversöhnlich gegenüber. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Situation, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die ökonomischen Belastungen für die Weidehalter.

 

Der Autor entwickelt aus der Sicht der Berufsschäferei Vorschläge, wie in Zukunft mit dem strittigen Thema Wolf umzugehen ist, um einen weitest möglichen Interessensausgleich und eine Befriedung der Lage wieder herzustellen. Es geht um pragmatische Lösungen für das Zusammenleben von Weidetieren und Wolf.

 

Lösungen, die Weidetierhaltung und Artenschutz nicht gegeneinander ausspielen, sondern geltendes Recht ausschöpfen und so den drohenden Zusammenbruch der – auch aus Naturschutzgründen unverzichtbaren– Schäferei in Deutschlandverhindern sollen.

Der Wolf war 2016/2017 in allen Flächenländern präsent. Er ist eine gesamtdeutsche und gesamtgesellschaftliche Herausforderung. (Bildauswahl ÖKOJAGD, Archivfoto © W. Bajohr)

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