Ökologischer Jagdverband e.V.
Ökologischer Jagdverband e.V.

Leitlinien des Ökologischen Jagdverbands Deutschland 

Lohr am Main, 25. April 2015 

Der ÖJV vertritt eine Jagd, die von der Achtung gegenüber den Wildtieren als Mitgeschöpfe einerseits sowie dem Respekt vor den Belangen des Grundeigentums und der Gesellschaft andererseits getragen ist.

 

Dazu werden an den jeweiligen Lebensraum angepasste, artenreiche Wildbestände mit heimischen Tierarten angestrebt. Naturnahe Lebensräume, insbesondere standortstypische Waldgesellschaften mit einer vielfältigen autochthonen Pflanzen- und Tierwelt sollen durch die Unterstützung einer Jagd, die sich diesen Zielen unterordnet, geschaffen, erhalten bzw. gefördert werden. 

 

Zeitgemäßes ökologisches und wildbiologisches Wissen sowie umfassendes handwerkliches Können sind Grundvoraussetzungen für die ökologische Jagd. 

Gemeinsame Presseeinladung & Terminhinweis vom 24. August 2017 Vielfalt behüten: Zukunft für Weidetierhaltung & Wolf

Verbände präsentieren Eckpunkte-Papier am 31. August 2017

Termin:

Donnerstag, 31. August 2017, 10:00 Uhr, Pressefrühstück.

Ort: NABU-Bundesgeschäftsstelle

Charitéstraße 3

10117 Berlin.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Wolf ist zurück in Deutschland und stellt die extensive Weidetierhaltung als besonders naturverträgliche Form der Landnutzung vor große Herausforderungen. Die Weidetierhaltung benötigt dringend zukunftsfähige Perspektiven, auch unabhängig von der Wolfsdebatte. Zusätzliche Belastungen durch die Rückkehr des Wolfes müssen vermieden oder aufgefangen werden.

 

Eckpunkte dafür setzt ein gemeinsames Papier über das Zusammenleben von Weidetierhaltung und Wolf. Hinter dem Papier stehen Vertreter aller Stakeholder: Bundesverband Berufsschäfer, Deutscher Grünlandverband, Deutscher Tierschutzbund, International Fund for Animal Welfare, Naturschutzbund

Deutschland, Ökologischer Jagdverband, WWF Deutschland.

Welche Anforderungen muss ein nachhaltiges Wolfsmanagement erfüllen? Wie können Herden wirksam vor Wolfsangriffen geschützt werden und wie sollten mögliche Schäden ausgeglichen werden?

Diese und andere Fragen beantwortet das Verbände-Papier, das wir Ihnen bei einem Pressefrühstück vorstellen möchten.

Aktuelle Artikel aus der ÖKOJAGD Ausgabe 2 - 2017

Der Würger vom Lichtenmoor Einige Notizen zu den „Heidewölfen“

Frank G. Wörner

Bildtitel: Der Wolf von Wietzenbruch im Landesmuseum Hannover. (Foto © F. Wörner)

 

Niedersachsens „letzte“ Wölfe (1850 – 1872)

Durch intensive Verfolgung und Nachstellung mit Gewehr, Gift, Falle und dem Ausheben von Wurfhöhlen waren die Wölfe Mitte des 19. Jahrhunderts in großen Teilen Deutschlands ausgerottet, lediglich in den Weiten Ostdeutschlands konnte ich Isegrim retten. Hin und wieder fand einer von ihnen als „Wanderwolf“ den Weg nach Westen.

Zum Zusammenleben von Wolf und Mensch

Peter Christoph Sürth

Bildtitel: 

Wolfsrüde folgt Wölfin in der Paarungszeit im Wolfsgehege Bayerischer Wald.

(Foto © P. C. Sürth)

 

Ist der Wolf tatsächlich scheu?

Es heißt, gesunde Wölfe würden sich Menschen und Siedlungen nicht nähern, weil sie scheu sind!

Beschreibt das Wort „scheu“ tatsächlich das Wesen der Wölfe?

Wölfe sind scheu und haben vor Menschen mehr Angst als umgekehrt!“ - Landläufige Meinung

Scheu ist ein pauschaler Begriff und bietet viel Spielraum für eigene Interpretationen. „Was ist ein scheuer Wolf?“ Die häufigste Antwort auf diese Frage ist, dass Wölfe weglaufen, sobald sie Menschen bemerken oder ihnen begegnen. So hat sich bei uns ein Bild davon entwickelt, wie sich ein „normaler Wolf“ verhält. Eben scheu! 

 

In der Folge werden Maßnahmen für Wölfe gefordert, die nicht unserer Vorstellung eines „normalen scheuen Wolfs“ entsprechen. Der Mensch will Wölfe zum „richtigen Wolfsverhalten“ erziehen (Vergrämung) oder er will sie töten und wünscht sich deshalb scheue Wölfe, die einen Abstand zu Siedlungen halten und bei Begegnungen mit Menschen immer sofort fliehen.

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