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Bejagung des Fuchses hat keinen Einfluss auf Fuchsbandwurmbefall
Auf Grund des verstärkten Befalls des Fuchses mit dem Fuchsbandwurm wird seit Jahren durch den Gesundheitsminister des Saarlandes die Bevölkerung immer wieder auf Vorsorgemaßnahmen hingewiesen und eine verstärkte Bejagung des Fuchses empfohlen. Dabei wird vergessen, dass nicht nur der Fuchs, sondern z.B. auch die Haustiere Hund und Katze zu den Endwirten gehören, wo ein direkter Kontakt mit dem Menschen täglich gegeben ist. Das enge Zusammenleben mit dem Mensch ist u.a. auch ein Grund dafür, dass diese Haustiere regelmäßig entwurmt werden sollen.
Ein Teil der Jägerschaft nutzt heute diese Angst und den Aufruf des Gesundheitsministers um den Fuchs, der immer schon als angeblicher Nahrungskonkurrent erbarmungslos verfolgt wurde, weiter zu bekämpfen. In den letzten Jahren fielen im Saarland im jährlichen Mittel zwischen 6.000 und 7.000 Füchse dieser Verfolgung zum Opfer. Dieses Massentöten führt nachweislich weder zu einer Verringerung der Fuchsbestände, noch hat es einen Einfluss auf die Befallsrate mit dem Fuchsbandwurm.
Das Forschungsprojekt der Technischen Universität München und der Universität Hohenheim kommt zu folgendem Ergebnis und bestätigt den ÖJVsaar in seiner Haltung, der das Massentöten der Füchse ökologisch, aber auch jagdethisch für nicht vertretbar hält:
„Das Töten der Füchse bietet hier keine Lösung, da dies nach wissenschaftlichen Erkenntnissen keinerlei Einfluss auf das Vorkommen des Fuchsbandwurms nimmt. Zukunftsweisend sind dagegen präventive Maßnahmen, wie sie von den Gemeinden in den Landkreisen München und Starnberg in Auftrag gegeben wurden. Dabei wurden in einem Modellversuch in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet für Wildbiologie und Wildtier-management am Wissenschaftszentrum Weihenstephan erstmals Entwurmungspräparate in Form von Ködern per Flugzeug sowie per Handauslegung in den betroffenen Gebieten ausgebracht, ähnlich wie man es von der Tollwutimpfung der Füchse kennt. Inzwischen sind die Befallsraten Dank dieser Maßnahmen auf 0% gesunken. Ein entsprechendes Vorgehen flächendeckend zu etablieren, wäre daher äußerst sinnvoll" (Dr. Andreas Wolfgang König, 07.03.2007).
Der ÖJVsaar würde den Saarländischen Gesundheitsminister unterstützen, wenn er dem Beispiel aus Bayern folgen würde und durch diese Entwurmung zeitnah zu einer Reduzierung des Bandwurmbefalls beitragen würde. Damit wäre die Bevölkerung und ihre Haustiere effektiv geschützt und das sinnlose Massentöten der Füchse hätte seinen fadenscheinigen Grund verloren.
Pressemitteilung des ÖJV Saar
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