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Tresor Schonert


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Minister Backhaus schränkt Erntejagden ein

siehe hier

Ein Kommentar des ÖJV - MV

Jahraus, jahrein dasselbe: In Deutschland werden Raps- und Maisfelder beerntet, und am Rande oder mittendrin stehen Jagdscheininhaber, teils wildschadensgeplagt, teils unerfahren, auf jeden Fall motiviert bei den kurzfristig angesetzten Aktionen muss man häufig jeden nehmen, der Zeit hat.
Die allerorts niedergeschriebenen Sicherheitsbestimmungen, die jeder kennt (oder kennen sollte), werden oftmals in geradezu abenteuerlicherweise missachtet - Signalkleidung und Hutbänder zum Beispiel sind immer noch längst nicht überall zu sehen. Da drückt man auch als Autofahrer, der nur am Geschehen vorbei fährt, gerne mal auf's Gas - besser schnell aus dem Gefahrenbereich.
Wohl dem, der sich von derlei Aktionen fern halten kann.
In der Folge hat es immer wieder tödliche Unfälle geben - das Ministerium in M-V hat nun reagiert: Drückjagdböcke oder kleine mobile Leitern werden es in Zukunft wohl erfordern, das Ganze etwas strategischer anzugehen und sich besser mit den Landwirten über das räumliche Vorgehen beim Beernten der Felder abzustimmen. Auf den ersten Blick wirkt diese Maßnahme angesichts der massiven Sicherheitsprobleme durchaus angebracht; die Erfahrung zeigt schließlich wie so oft, dass die Jäger mit der Freiheit nicht umgehen können. Der verschwimmende Grenzbereich zwischen Kirrung und Fütterung sei als weiteres Beispiel genannt.

Warten wir einfach ab, wie sich die Bejagung des Schwarzwildes mit der Neuregelung gestaltet. Die Kassandra-Rufe ob der nunmehr eingeschränkten Effektivität sind natürlich schon allerorten zu hören - Planung, Strategie und Absprache sind nunmehr gefragt. Mögen die Jäger zeigen, dass sie dies beherrschen.
Und eins erscheint mehr als eindeutig: Nach den Schulungen zur Wildbrethygiene (obwohl deren Niveau sicherlich einen eigenen Artikel wert wären) muss eine flächendeckende Sicherheitsschulung her. Denn was man in der Praxis ständig erlebt, kann kein Zufall mehr sein.

Falk Jagszent

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