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Ministerium fordert Jäger zum effektiven Eingreifen beim Schwarzwild auf

siehe hier

ein Kommentar des ÖJV

Die Situation im „Schwarzwild-Kernland" Mecklenburg-Vorpommen ist in der Tat beunruhigend: Ruhte man sich 2006/2007 noch auf vermeintlichen Erfolgen der ach so intensiven Bemühungen zur Reduzierung der Bestände aus, so ist inzwischen klar: Nur der seinerzeit harte Winter sorgte für den zwischenzeitlichen Einbruch bei den Sauen, inzwischen sind die Bestände wieder auf dem Vormarsch in Richtung neuer Rekorde. Rotten von mehreren hundert (!) Stück in einzelnen Maisschlägen werden aus verschiedenen Stellen des Landes berichtet. Und es ist kein Ende abzusehen.
Inzwischen müssen Zweifel wachsen, ob die Bestände mit herkömmlichen jagdlichen Methoden überhaupt zu regulieren sind. Die Jägerschaft selbst sorgt neben ausufernden Kirrungen auch immer noch mit kaum verständlichen Restriktionen („keine mittelalte Keiler", „keine Überläuferbachen"), unsinnigen Gewichtsbegrenzungen und der immer noch vielerorts zu beobachtenden pauschalen Bachenschonung dafür, dass es quasi unmöglich ist, die Bestände flächendeckend auch nur annähernd in den Griff zu bekommen. So lange die gestreckte Überläuferbache mit 8 Föten innen noch als „Schaden" interpretiert wird, weil man ja im Folgejahr die Frischlinge einzeln hätte erlegen können, so lange kann man nur sagen: Den Knall immer noch nicht gehört.
Hoffen wir nur, dass nicht die Schweinepest oder Hormonpillen den Jägern das Heft aus der Hand nehmen, bevor es zu spät ist.

Übrigens: Einen ähnlichen Appell würden wir uns einmal für das Rehwild wünschen - die Situation ist nämlich kaum minder dramatisch angesichts der Waldverjüngung im Land. Und das Bewusstsein hierfür ist innerhalb der Jägerschaft in großen Teilen immer noch erschreckend gering - das wäre doch auch einmal einen Appell wert, Herr Minister!

Der Vorstand des ÖJV M-V e.V.

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