Wer in Mecklenburg-Vorpommerns Nationalparks einen kapitalen Hirsch erlegt, darf das Geweih künftig nicht mehr als Jagdtrophäe mit nach Hause nehmen. Mit dieser Regelung will Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) offenbar dem Streit mit den Jagdverbänden des Landes die Spitze nehmen. Die hatten befürchtet, dass finanzstarke auswärtige Jagdgäste in den Nationalparken künftig auf Trophäenjagd gehen können. Dadurch aber würde indirekt verhindert, dass genügend Wild geschossen wird. Zu viel Wild wiederum verhindert, dass ein natürlicher Wald heranwächst. Denn "wer auf einen kapitalen Hirsch wartet, schießt nicht so wie es bei der Jagd im Nationalpark nötig ist", so Jürgen Krüger vom Landesjagdverband.